Endlich wieder in Sydney

Hallo ihr Lieben,

heute melde ich mich wieder, und wie schon im letzten Artikel erwähnt, bin ich zur Zeit wieder in Sydney. Am Freitag habe ich mich schweeeeren Herzens von Alex verabschiedet, da er eine Kreuzfahrt begonnen hat. Ich selber will aber eine Weile in Sydney bleiben um gute Freunde von meiner Anfangszeit wieder zu sehen – und überhaupt – es ist halt Sydney, die lebhafteste Stadt Australiens.

Als ich hier ankam, musste ich mich natürlich erstmal um Unterkunft kümmern und habe da sogar einen unglaublichen Deal gefunden. Die YHA-Hostels (eine hervorragende Hostelkette) bietet sogenannte E-nights, wo eine Nacht nur 23$ kostet. Diese online gekauften E-nights kann man dann in allen YHA-Hostels australienweit nutzen, also auch in den acht YHAs in Sydney. Einzige Bedingung: man darf nur drei Nächte im selben Hostel bleiben. Aber das ist für mich umso besser. Da ich die Hostels nun ab und zu wechsel, lerne ich alle Teile der Stadt noch ausführlicher kennen. Und ich spare imens Geld: Heute zum Beispiel zog ich in das YHA gegenüber des Operahauses ein, wo ein Zimmer sonst um die 50$ kostet; aber nur 23$ für mich. Auch so habe ich noch einiges Geld von der Reise übrig… Ich bin also fürs erst gut versorgt, und habe viel Zeit für Unternehmungen.

Folgendes habe ich in Sydney schon erlebt:

1. Campusbesichtigung mit Benjamin

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Wie schon erwähnt, ein guter Freund aus Deutschland – Benjamin – befindet sich gerade in Sydney. Im Rahmen seines Physik-Studiums besucht er zur Zeit die Uni in Sydney für ein Auslandsjahr. Am Freitag haben wir uns also, nachdem Alex aufgebrochen war, auf den Campus der UNSW (University of New South Wales) begeben.

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Benjamin hat mir die verschiedenen Fakultäten gezeigt, außerdem die riesige Bibliothek und die hervorragenden Arbeitsräume, und dabei immer wieder betont, dass der Standart dieser Uni in Sydney weit höher als der in Deutschland sei. Er selbst hat eine Art Büro-Arbeitsplatz mit zwei Computern nur für sich und seine Forschung. Diesen durfte ich dann am Nachmittag mit nutzen, da ich ja zur Zeit viel für mein Studium recherchiere (welche Uni, wann und wie…).

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Der Campus von oben

Der Campus von oben

2. VIVID 2016

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Am Abend bin ich zurück in die Innenstadt gefahren, und anschliessend sofort zur Vivid gegangen. Die Vivid hatte Freitag begonnen, und ist ein Festival der Farben: viele Gebäude in Sydney werden während dieses dreiwöchigen Festivals mit aufwendigsten (Farb)Animationen beschienen.

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Ich habe mich Freitag auf den Hafen mit Harbour-Bridge und Operahouse konzentriert, und mit Stativ fleissig fotografiert. Hier ein paar Eindruecke:

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Neben den schön anzuschauenden Gebäuden gibt es auch Konzerte, bunte Skulpturen und viele Straßenkünstler. Alles in allem ein buntes Durcheinander.

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Ich werde in Zukunft noch oft auf der VIVID fotografieren. Es gibt ja auch noch weitere Instalationen auf die ganze Stadt verteilt, die ich bis jetzt noch nicht alle gesehen habe…

Ich bin übrigens auch am Samstagabend auf der VIVID gewesen, diesmal gemeinsam mit Benjamin, der (hoffentlich) noch ein bisschen von mir lernen konnte, mit Stativ und der richtigen Belichtungszeit und Blende bei Nacht zu fotografieren… Er hat ja auch für Australien eine sehr gute Kamera gekauft und fotografiert hier immer eifrig.

3. Blue Mountains

Am Sonntag ging es dann endlich mal wieder in die Blue Mountains. Wir sind sehr früh aufgebrochen, und waren erstmal geschockt, wie kalt es hier ist. Es ist ja in Sydney schon immer recht mild zur Zeit, da ja auch hier der Winter beginnt. In den Blue Mountains war es aber morgens noch viel kälter. Beim Öffnen der Zugtüren sah man also überall lange Gesichter.

Die Wanderung an sich war aber super, vor allem weil sich später doch noch die Sonne zeigte. Wir sind entlang der Hänge ein Tal hinab gelaufen. Schon auf dem Hinweg boten sich immer wieder spektakuläre Ausblicke.

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Ziel war aber das “Ruined Castle”, eine zertklüftete Felsformation, die leicht zu beklettern ist. Wir haben um die 4 Stunden gebraucht um die Felsen zu erreichen. Dort angekommen kletterten wir sofort auf den Gipfel, und der Ausblick war einfach sagenhaft. Deshalb blieben wir dort auch ein bisschen zu lange, sodass wir einen Teil des Rückwegs bei Dunkelheit gehen mussten.

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Unterwegs kamen wir auch an einer Standseilbahn vorbei, die mich sehr an unsere Standseilbahn in Dresden errinnerte; nur dass diese hier viel neuer ist und deshalb nicht ganz so nostalgischen Charme ausstrahlt 😀

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Und zurück ging es mal wieder per Bahn

Und zurück ging es mal wieder per Bahn

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4. Red Carpet mit Jodie Foster

Am Sonntag habe ich erstmal ausgeschlafen und mich von den Strapazen der Wanderung erholt. Danach war ich den größten Teil des Tages wieder mit Studiumsrecherchen beschäftigt. Ab circa vier Uhr haben Benjamin und ich uns dann aber ins Event Cinema in Sydney begeben. Grund war die heutige Premiere des Films “Money Monster” mit George Clooney und Julia Roberts, ein Film von Jodie Foster. Jodie Foster selbst wurde 18 Uhr erwartet, und dementsprechen war ein roter Tepich ausgelegt, und ihre treuesten Fans warteten hinter Zäunen schon gespannt auf sie. Ich selbst schätze sie auch sehr sowohl für ihre Regiearbeiten, als auch für ihre Leistung als Schauspielerin. Dass sie zu den besten Darstellerinnen Hollywoods zählt, beweisen auch zwei Oscars, die sie 1989 (“Angeklagt”) und 1992 (“Das Schweigen der Laemmer”) gewann.

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Wir warteten also zwei Stunden auf sie und hatten tatsächlich noch Plätze in der ersten Reihe hinter dem Zaun. Als sie ankam versuchten viele ihrer Fans ein Autogram auf einer DVD zu bekommen, oder ein Selfie. Sie ist aber nur bei vier Leuten (auch bei mir 🙂 heyhey) stehen geblieben und hat die Zuschauer ansonsten nicht wirklich beachtet.

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Ich habe viele Fotos gemacht, aber im roten Zwielicht hatte meine Kamera leider arg Probleme. In Deutschland werde ich mir eine andere Kamera zulegen, die auch bei schlechtem Licht gute Fotos macht, ohne auf ein Stativ und lange Belichtungszeiten angewiesen zu sein.

Jodie Foster hat dann noch viele Interviews gegeben, sah aber während der ganzen Prozedur recht unentspannt aus. Sie ist dann recht schnell im Kinosaal verschwunden, wo sie noch ein kurzes Gespräch mit einer renommierten australischen Filmkritikerin hatte, quasi um die Zuschauer auf den Film einzustimmen.

Wir hatten aber keine Premierenkarten mehr bekommen, sind dann also recht schnell wieder gegangen. Für mich war es interessant echte Hollywood-Prominenz mal bei der Arbeit zu erleben, und wenn alles nach Plan läuft, werden Frau Foster und ich ja auch bald Kollegen sein.

"Kollegen, äh was?!?

“Kollegen, äh was?!?

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Nach diesen drei ersten Tagen in Sydney werde ich den Rest der Woche noch Urlaub machen, aber ich denke, ab nächster Woche werde ich arbeiten. Es gibt gerade sehr viele Jobs hier. Ich habe zwar noch Geld übrig, aber je eher ich arbeite, desto eher kann ich auch wieder aufhören und weiter reisen. Die Westküste als letzter zu bereisender Abschnitt wartet ja noch.

In Sydney werde ich also nochmal richtig die Reisekasse auffüllen, und nebenbei auch genießen in einer wunderbaren Stadt – mit vielen Freunden – zu wohnen.

Apropos FreundInnen: habe mich heute eeendlich mal wieder mit Carla getroffen, einer guten Freundin aus meinem allerersten Hostel :)

Apropos FreundInnen: habe mich heute eeendlich mal wieder mit Carla getroffen, einer guten Freundin aus meinem allerersten Hostel 🙂

Liebe Grüsse also und bis bald
Jonas

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3 Antworten

  1. Papa sagt:

    Wow – solche bunte Bilder hab ich ja noch never ever gesehen! Kannste glatt an den Guardian verkaufen! (https://www.theguardian.com/artanddesign/gallery/2016/may/27/opera-house-ablaze-with-colour-as-city-lights-up-for-festival)
    Sehr interessant, was man in drei Tagen alles erleben kann!
    Das mit Hollywood würd ich mir aber noch überlegen – sieht tatsächlich auch irgendwie anstrengend aus…
    Grüß mal Benjamin aus unserer Provinz und vielleicht hat er ja noch eine kleine Schere, weil der Friseur hat noch bisschen zu viel Pony stehen gelassen.

  2. Papa - Nachtrag sagt:

    Die australische Cinema-Medienkette Hoyts hat natürlich auch über die Filmpremiere berichtet und nicht etwa nur Jodie Foster in Scene gesetzt, sondern – man beachte Video-Minute 0:06 bis 0:07 – vor allem auch VIPs und andere – teilweise selbst in Deutschland bekannte – Persönlichkeiten:
    https://youtu.be/6ZJHu4Ae5uA

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