Von Fraser nach Byron Bay

Hallo ihr Lieben,

hier melde ich mich schon wieder, um über meine Erlebnisse der letzten Tage zu berichten.

Wie im letzten Beitrag beschrieben, haben wir am 16. Mai Fraser Island verlassen. Bis zum 26. Mai haben wir noch das Auto, das heisst dass uns nach Fraser Island noch genau 10 Tage blieben.

Da wir keine Touren oder ähnliches mehr geplant haben, fahren wir einfach die Küste entlang und halten an Orten, die uns sehenswert erscheinen.

In diesem Post will ich unsere vier Reiseziele nach Fraser Island beschreiben.

1. Glasshouse Mountains

Drei Stunden von Rainbow Beach und Fraser Island entfernt liegt der Glasshouse-Mountains-Nationalpark. Es handelt sich um acht Berge vulkanischen Ursprungs, die von Wald und vielen Farmen/ Plantagen umgeben sind. Die drei höchsten Erhebungen sind der Mount Beerwah (555 m), der Mount Coonowrin (377 m) und der Mount Tibrogargan (364 m).

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Ein Besuch in den Glasshouse Mountains wurde uns von ein paar anderen deutschen Touristen nahegelegt, die wir in den Tagen davor getroffen hatten.

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Wir entschieden uns, den Mount Tibrogargan und den Mount Berwah zu besteigen, beide sind recht hoch und einzeln stehend, also waren wir auf die Aussicht gespannt. Im Nationalpark angekommen erkundigten wir uns noch in der Touristeninformation, und zu unserer Überraschung wurde uns von der Wanderung abgeraten. Da beide Berge recht steil sind, muss man beim Auf- und Abstieg ein bisschen klettern, und scheinbar schaffen nicht alle Touristen den Rückweg. In den letzten zwei Wochen gab es zumindest zwei Hubschraubereinsätze um festsitzende Touristen zu bergen. Von dieser Warnung in unserer Vorfreude bestärkt, machten wir uns auf den Weg. Der Aufstieg auf den Tibrogargan stand zuerst an, und war vor allem wegen der Hitze anspruchsvoll. Das Klettern an manchen Stellen war aber ohne Probleme möglich.

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Auf dem Gipfel wurden wir mit einer sehr schönen Aussicht belohnt. Ähnlich verhielt es sich dann auch am Mount Beerwah. Der Weg zum Gipfel war länger und ein bisschen anspruchsvoller, aber bei Weitem nicht so schlimm wie von den Mitarbeitern der Touristeninformation geschildert. Mir hat diese Wanderung sehr gut gefallen, vor allem weil wir eben einen sehr guten Ausblick über den Wald und die Farmen bis hin zur Küste hatten, und in der Ferne sah man sogar schon Brisbane.

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2. Brisbane

Am selben Abend fuhren wir noch weiter nach Brisbane, der Hauptstadt von Queensland. Diese Stadt liegt nahe der Küste am “Brisbane River”, hat zwei Millionen Einwohner und ist besonders für ihre sehr guten Universitäten bekannt.

Ich habe mich aber aus einem anderen Grund auf die Stadt gefreut. Am 17. Mai war nämlich Frithjof noch in der Stadt (einen letzten Abend) und natürlich haben wir uns da getroffen. Alex ist eine Freundin besuchen gegangen, und Frithjof hat mir die nächtliche Stadt gezeigt. Bei einem sehr langen Spaziergang am wunderschön gestalteten Flussufer mit herrlichem Blick auf die hell und bunt beleuchtete Stadt konnten wir uns gegenseitig von den letzten Wochen unserer Reise berichten. Ich bin dann zwar erst um drei Uhr morgens ins Bett gekommen, aber dafür hatte ich schon einen ersten Eindruck der Stadt erhalten, und Frithjof nach langer Zeit mal wieder gesehen. Er ist am nächsten Morgen abgereist, und Alex und ich sind zu zweit noch durch die Stadt gegangen. Bei Tageslicht haben wir uns nocheinmal die Uferpromenade (mit Riesenrad und Lagune), die Innenstadt und ihre Mals, sowie den botanischen Garten und den großen Campus angesehen. Alex hat sich außerdem die Haare neu frisieren lassen.

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Das historische Regierungsgebäude

Das historische Regierungsgebäude

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Am Abend sind wir noch eine Stunde mit der kostenlosen (!) Fähre den Fluss entlang gefahren, und haben bei einem anschließenden Spaziergang noch viele Nachtfotos gemacht.

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Das Brisbaner Riesenrad trägt übrigens den klangvollen Namen "The wheel of Brisbane" :)

Das Brisbaner Riesenrad trägt übrigens den klangvollen Namen “The wheel of Brisbane” 🙂

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Die Lagune - eine Art kostenloses Freibad - darf in keiner australischen Großstadt fehlen

Die Lagune – eine Art kostenloses Freibad – darf in keiner australischen Großstadt fehlen

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Nach einer weiteren Übernachtung sind wir am nächsten Morgen zeitig Richtung Süden aufgebrochen.

3. Surfers Paradise

Am Donnerstag den 19. Mai war mein Geburtstag. Wir sind aber trotzdem “normal” weitergereist. Als nächstes auf dem Weg lag das Städtchen “Surfers Paradise”. Diese Stadt wird scherzhaft als Miami des Südens bezeichnet, denn die Skyline beginnt direkt hinter dem Strand. Der Strand ist kilometerlang, hat aber komischerweise in der Regel KEINE zum Surfen geeignete Wellen zu bieten. Da an diesem Tag auch nicht wirklich Sonne schien, sind wir ohne zu baden weitergefahren.

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4. Byron Bay

Wesentlich beliebter bei Surfern ist der Ort “Byron Bay”. Diese Stadt hat nicht nur sehr gute, wellenreiche Strände, sondern auch ein ausgeprägtes Nachtleben. Sehr viele Clubs und Bars in der ganzen Stadt machen den Ort interessant für Backpacker. Wir sind als erstes zum Lighthouse der Stadt gefahren. Der Leuchtturm wurde auf dem “Cape Byron” erbaut, dem östlichsten Punkt Australiens 🙂

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Anschließend sind wir in eine Bar mit Jazz-Livemusik gefahren, um bei einem Carlton-Bier den Geburtstag zu feiern. Übberraschender Weise trafen wir in der Stadt noch zwei Kollegen von der Farm – Jakob und Even – also waren wir zu viert. Der Abend war entspannt ruhig, und sehr schön.

Wir sind recht zeitig ins Bett gegangen, denn am nächsten Morgen sollte es früh schon wieder südwärts gehen… von unseren nächsten Stationen lest ihr aber später mehr 🙂

Liebe Grüße und bis (sehr bald)
Jonas

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6 Antworten

  1. Papa sagt:

    Tja – wusst´ ich`s doch: echte Sachsen klettern eben überall hoch! Und sei es mit Flachsohlen-Latschen und kurz vor`m Sonnenuntergang!
    Aber eben echt grandiose Aussicht dort oben, was?
    Und überhaupt auch die anderen Bilder sind super! Mein Favorit: Der Leuchtturm in Abendbeleuchtung.
    Aber auch das Bild mit Alex, wo er noch seine alte, schöne Frisur hat, passt sicher gut ins Erinnerungsalbum. Weil jetzt müssen die Haare ja erst mal wieder nachwachsen…
    Als nächstes bist du dann sicher wieder dran mit neu-frisieren, oder?

  2. Margit sagt:

    Hallo Jonas,

    nach langer Zeit melde ich mich auch mal wieder. Denn schon von Frithjof hörte ich letzte Woche, dass ihr euch in Brisbane getroffen habt, was mich sehr freute! Sich in dem riesigen Kontinent, wo jeder seine eigene Tour macht, mehrmals zu treffen, ist ja nicht selbstverständlich. In Alex hast du auch einen tollen Gefährten.
    Und du hast so wahnsinnig viel erlebt und gesehen – wie verdaut man das alles? Als junger Mensch ist man da sicher viel offener und entspannter, wissbegieriger und unternehmungsfreudiger.
    Ich werde echt imer wieder kribbelig vor Neid, wenn ich lese, was ihr erlebt. Dann noch die unglaublich tollen Fotos mit den Weitblicken und bei oft schönstem Wetter. Damit kannst du ganze Posterwände gestalten.
    Brisbane sieht ja beeindruckend aus und Frithjof schrieb ebenso von Byronbay und Muriwullumbah und dem Mt. Warning, den er für den östlichsten und frühesten Sonnenaufgang der Welt sehr zeitig bestiegen hat.
    Frithjof wird in 4 Wochen wieder hier sein, ein schöner Gedanke. Aber für ihn ist es sicher auch ernüchternd. Wir werden sehen. Es ist ja jetzt Sommer und auch hier recht schön.
    Ich werde weiter in deinen Blog schauen. Eine schöne Zeit weiterhin, viele Grüße!

    Margit

    • Jonas sagt:

      Hey Margit,

      Danke fürs Melden und die Glückwünsche.

      Ich freue mich auch immer, wenn sich die Wege mit Frithjof mal kreuzen. Wir werden uns ja bald nochmal in Sydney treffen (und dann auch mit Benjamin 🙂 ).
      Interessant fand ich die Frage wie man als junger Mensch all die Erlebnisse verdaut. Darüber hab ich nie wirklich nachgedacht. Ich fühle mich hier auf jeden Fall super unterhalten in Australien, aber lerne auch sehr viel. Grad wenn dann die Jobsuche losgeht oder wenn man eine Reise wie unsere organisiert…
      Das geht Frithjof sicher ähnlich, dass uns so eine Reise gewissermaßen selbstständiger & unabhängiger macht 🙂 (In gewisser Weise vielleicht aber auch unvernünftiger/ planloser 😛 )

      Liebe Grüße
      Jonas

      PS: Statt der Posterwände werde ich ein kleines Fotobuch (und eventuell nen Australien-Kalender) zusammenstellen 🙂

  3. Margit sagt:

    P.S.: Nachträglich natürlich auch alles Gute zu deinem Geburtstag, den du ja schön verbringen konntest. Auch ohne Geschenke musst du so ziemlich wunschlos glücklich gewesen sein: In Gesellschaft, schöner Stadt und es klang recht entspannt. Der Nächstjährige wird garantiert anders sein!

    Margit

  4. Erwin sagt:

    Hi Jonas,

    ich komme mal wieder kaum hinterher, um deinen Blog zu lesen.
    Da habt ihr ja wieder jede Menge erlebt.
    Brisbane hat sich ja rasant verändert. Ich habe den Ort als langweile Kleinstadt in Erinnerung. (500 000 Einwohner-1996 ?) Die Simsons im Fernsehen waren für mich damals der kulturelle Höhepunkt. Das da jetzt 2 Millionen Leute leben, ist echt der Hammer. Konntet ihr in der Lagune auch Nachts noch baden? Bist ja nahe dran am Wasser mit dem Foto.
    Ähnlich Surfers Paradies. Da sind die Klitzerhäuser ja auch wie Pilze aus dem Boden geschossen. Vor 20 Jahren war das wahrscheinlich auch nur ein kleines Fischernest.
    Der Bronzesurfer mit der Badekappe sieht ja lustig aus.
    Das ihr auf die Berge gekraxelt seid, in den Glasshouse Bergen war auch super. Die Aufstiege haben sich gelohnt. Ich bin damals nur unten mit dem Auto vorbei gefahren. Immerhin weiß ich nun wie der Blick von oben ist. (grandios)

    Jonas sei lieb gegrüßt bis denne Erwin

    • Jonas sagt:

      Hi Erwin,
      schön von dir zu hören. Zum Glück waren in Brisbane NICHT die Simpsons der Höhepunkt als ich da war 😀 Sondern eher die Fährfahrt bei Nacht, die Skyline und eben auch die Lagune. Diese war tagsüber schon sooooo kalt dass wir uns nachts natürlich erst recht nicht reingetraut haben 😛 Aber theoretisch könnte jeder jederzeit Baden, da ist absolut nichts abgesperrt. Nur dass es dann nachts keine Bademeister mehr gibt ^^

      Inzwischen bin ich ja wieder in Sydney, und Sonntag war ich kurz in den Blue Mountains kraxeln 🙂 Es gibt hier in Australien ja immer wieder gute Gelegenheiten zum klettern (auch ohne Seil).

      Ganz liebe Grüße zu euch nach Dresden
      Jonas

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