Erste Eindrücke aus der Dominikanischen Republik
von Jonas · 4. Februar 2017
Liebe Leserinnen und Leser,
fast eine Woche ist inzwischen vergangen, seit wir aus Kuba in die Dominikanische Republik geflogen sind. Höchste Zeit also, euch wieder auf den neusten Stand zu bringen.
Die Ausreise aus Kuba verlief problemlos. Wir sind mit der sehr günstigen PAWA Dominicana geflogen, einer dominikanischen Fluglinie, die ausschließlich Ziele in der Karibik anfliegt. Der Flug war angenehm, da wir direkt in der ersten Reihe saßen und sehr viel Platz hatten. Außerdem hatte ich einen Fensterplatz, und deshalb gute Sicht auf Kuba (inklusive einiger bekannter Städte), sowie Haiti und später auch auf die Dominikanische Republik selbst. Auch die ersten Schritte im Land verliefen problemlos – Passkontrolle, Geld umtauschen und Visum kaufen – schon nach kurzer Zeit saßen wir im Taxi auf dem Weg in unser Hostel in Santo Domingo.
Santo Domingo ist die Hauptstadt der Dominikanischen Republik. Wir kamen an und waren positiv überrascht von unserem Hostel. Selbst verglichen mit so manchen australischen Unterkünften war dieses hier sehr gut. Nicht nur waren die Schlafräume sehr ordentlich und zweckmäßig eingerichtet, wir hatten auch überall freies WLAN, Netflix im Aufenthaltsraum, jeden Morgen Frühstück und einen sehr gemütlichen Innenhof mit Hängematten und Pool. Wir haben beide sehr viel Zeit im Hostel verbracht, und uns erholt von der doch recht aufwändigen Reise durch ganz Kuba.
Auch die nahegelegene Innenstadt ist sehr schön. 1498 von Bartolomeo Kolumbus gegründet, prägen einige europäisch anmutende Kathedralen und Burganlagen das Stadtbild. Das Zentrum ist sehr schön renoviert worden. Doch geht man ein Stückchen weiter, kommt man durch interessante, aber ärmliche Viertel. Die Lebensweise der Menschen dort hat mich wieder ein bisschen an Kuba erinnert.
Die Menschen hier reagierten anders auf uns, als in Kuba. In Santo Domingo haben wir oft direkte Ablehnung gegen Touristen gespürt. Schon der erste Dominikaner, den wir trafen, als wir gerade aus dem Taxi stiegen, fing an, uns zu beschimpfen. Ich verstand, dass er uns für Amerikaner hielt. In den Straßen wird man sehr oft angesprochen. Die Menschen versuchen hartnäckig zu verkaufen oder fragen nach Geld. Um Kriminalität vorzubeugen, sieht man in der ganzen Stadt sehr viele Polizisten. Auch private Sicherheitskräfte, Soldaten und sogar Einsatzkräfte der dominikanischen „Tourist Protection“ sind überall unterwegs. Vor manchen Stadtteilen warnen die Polizisten, oder geben den Touristen Begleitschutz.
Ich war erstaunt, dass die Menschen hier weniger freundlich schienen, als in Kuba. Aber sobald wir die Stadt verließen, kam die positive Überraschung. Wir sind seit Donnerstag in einer kleinen Stadt in den Bergen, Jarabacoa, mitten im Zentrum des Landes. Und hier sind die Menschen sehr angenehm. Ein Einheimischer hat uns gesagt, dass selbst er als Dominikaner sich in Santo Domingo nicht so ganz sicher fühle, weil die Menschen dort „loco“, also verrückt, seien.
Hier in Jarabacoa fühle ich mich voll und ganz wohl. Das Hostel ist wiedermal richtig schön, und wir haben schon viele andere Backpacker kennengelernt, mit denen wir einiges zusammen unternehmen können. Die Umgebung ist spannend. Da wir hier mitten in den Bergen sind, haben wir eine Menge Wasserfälle, unter denen man zum Teil auch schwimmen kann, so zum Beispiel auch der „Salto de Jimenoa Uno“.
Heute waren wir in den Bergen Paragliden. Für nur 60 US-Dollar kann man in Jarabacoa einen Tandemflug buchen. Das war eine sehr spannende Erfahrung für mich. Schon allein das Starten war aufregend. Man rennt einfach einen sehr steilen Hang hinab, und schon nach wenigen Metern wird man vom Gleitschirm in die Höhe gehoben. Wir sind ein paar Minuten lang in einem Tal gekreist, vom Aufwind immer wieder in die Höhe gezogen, und danach dem Tal folgend ins Flachland geflogen, um zu landen.
Morgen wollen wir einen anderen Bergsport ausprobieren, und zwar Rafting – also Bootfahren in einem sehr wilden Fluss.
Die Auswahl an Outdoor-Sport ist groß. Wanderungen, Kajak fahren oder eine Quadtour: Bis wir am Montag weiterreisen, können wir sicher noch so einiges ausprobieren.
Am Montag fahren wir nach Puerto Plata weiter. Hier möchte ich auf einer PADI-Tauchschule den nächsten Kurs belegen.
Davon später mehr.
Bis bald,
Jonas




























